Dienstag, 21. Juni 2011
Insomnia
In ihrem Traum wird sie gejagt, von verschwommenen Gestalten, die ihr zuflüstern … angeführt von ihren eigenen Dämonen. Aber dieses Mal werden die Armeen von etwas – jemandem angeführt. Braune, warme Augen streifen über ihr Gesicht. Sein Herz schlägt im selben Rhythmus wie ihr eigenes, verbannt jeden vernünftigen Gedanken …. lauter, lauter, lauter.
Und dann fällt Caroline.
Sie fällt durch eine dunkle und endlose Leere. Zunächst glaubt sie, dass es das Trommeln aus ihrem Traum ist, dass sie so unvermittelt aus dem Bett hochschrecken lässt. Aber ein rascher Blick zur anderen Seite des Raumes, belehrt sie eines Besseren. Das Fenster ist weit geöffnet und klappert laut gegen den Rahmen. Strömender Regen trommelt gegen die Scheibe und hallt in ihren Ohren nieder.
Und sie weiß selbst nicht, was sie tut, als sie barfuß die Treppen herunter rennt, hinaus in den Regen. Sie rennt so weit, bis die Bäume ein schützendes Dach über ihr bilden. Dann steht sie bloß da und starrt in die Dunkelheit. Sinnlos. Es hat keinen Sinn. Er ist nicht da und irgendwie hat sie auch nichts anderes erwartet.
Seufzend stapft sie den Pfad weiter. In der Ferne donnert es und Caroline schaut nach oben. Der Himmel ist schwarz geworden. Bist du jetzt völlig übergeschnappt? Doch sie hält weiter inne, spürt den feuchten Boden unter ihren Zehen, spürt den Moment, fühlt sich lebendig.
Der Wind, der sie bisher nur mit einem unheimlichen Stöhnen umwehte, ist nun zu einem brüllenden Monster herangewachsen, peitscht ihr die Haare ins Gesicht und sie muss sich die Haarsträhnen festhalten, um überhaupt etwas zu sehen.
Die Schwärze über ihr vertieft sich, wird dichter und wirbelt, bis sie das Gefühl hat, davon aufgesaugt zu werden. Sie will zu Boden sinken und schlafen, nur schlafen. Sie schleppt sich vorwärts und gleitet langsam sie in eine verführerische Trägheit.
- Auszug aus meiner The Vampire Diaries Fanfiction Insomnia
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